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Wege ins freie Sticken

Auf den folgenden Seiten möchte ich Sie mitnehmen auf die vielen spannenden Wege, die ins Freie Sticken führen.

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Doch zuvor noch einiges über meinen ganz persönlichen Weg:

Als ich im Jahr 2002 meine Ausbildung an der Frankfurter Stickakademie* (Tutorin: Bärbel I. Zimber) begann, hatte ich noch keine Vorstellung von der unglaublichen Vielfalt an Sticktechniken und Materialien. Ich kannte nur solche Dinge wie Kreuzstich, Hardanger und Hohlsaum, gestickt mit einfarbigem Perlgarn oder Twist. Aber selbst damals schon wusste ich, wieviel Freude und Ruhe im Sticken zu finden ist.

* Die Frankfurter Stickakademie heißt inzwischen "International School for Textile Arts"

Um so mehr faszinierte mich das reichhaltige Sortiment an Sticktechniken, die ich dann im Verlauf meiner Ausbildung kennenlernen durfte. Besonders das freie Sticken, wie es in England praktiziert wird, begeisterte mich sofort. Denn an die Stelle von Vorschriften und Zählen ist das lustvolle Experimentieren und neugierige Ausprobieren getreten. Je mehr Materialien und Techniken man kennenlernt, um so breiter wird die Klaviatur, auf der man sich an diesem wunderbaren Spiel beteiligen kann.

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Unten sind alle Sticktechniken aufgelistet, die ich im Rahmen meiner Ausbildung durchlaufen habe. Bärbel I. Zimber, meine Tutorin, hatte ihrerseits an der renommierten "Royal School of Needlework" in London diese Sticktechniken erlernt und ihr Wissen nach Deutschland mitgebracht. Alle Themen wurden anhand von Halbjahresprojekten sehr intensiv durchgenommen. Die fertigen Arbeiten können Sie in den einzelnen Unterkapiteln dieser Homepage sehen.

Ausbildung

2002 - 2006: Frankfurter Stickakademie

Erlernte Techniken:

1. Gezähltes Sticken auf Leinwand
2. Ungezähltes Sticken auf Leinen/Jakobinische Wollstickerei
3. Englische Metallstickerei (Goldwork)
4. Freies Sticken auf Leinwand
5. Freies Sticken auf Seide/Bändchenstickerei
6. Gestickte Spitze I (Venezianische Nadelspitze, Nadelweben, Hohlsaum und Ajour)
7. Stumpwork und dreidimensionale Applikation
8. Schwarzstickerei (Blackwork)
9. Posamenterie (handgeknüpfte Quasten, handgenähte Schachteln)
10. Gestickte Spitze II (Richelieu, Ajour, Hoch- und Tüllstickerei)
2006 - 2008 weitere Fortbildungen, u.a. bei:
Christina Orth, Düsseldorf:
Französische Haute Couture-Stickerei mit Perlen, Pailletten,
Appliqué, Metallstickerei

Shikha Chireux, Paris:
Indische Haute Couture-Stickerei, Crochet, Shishadur

Pamela Watts, Great Missenden, England
Freies Maschinensticken (City & Guilds)

2008 - 2011
Janet Edmonds, Great Missenden, England
Design and Embroidery, mit Abschluss: City & Guilds-Zertifikat

Seit 2011 (noch andauernd)
Janet Edmonds, Great Missenden, England
Design and Embroidery, angestrebter Abschluss: City & Guilds-Diploma

Monet

Monets Seerosenteich auf grüner Seide

Schwerpunkt meiner Ausbildung war also immer das Freie Sticken - doch es gehört so vieles dazu, letztlich gibt es nichts Vielfältigeres! Und so besuche ich, immer unter dem Gesichtspunkt, dies für mein Freies Sticken einsetzen zu können, laufend weitere Kurse, denn ich bin neugierig und noch immer unterwegs. Weitere Schwerpunkte rund ums freie Sticken sind für mich:

Spinnen und Färben (auch mit Pflanzenfarben) -
so ist die Verwendung eigener Garne möglich.

Filzen, Patchwork, Mixed Media -
das, was gern unter dem Begriff "Ober-Flächengestaltung" zusammengefasst wird, dient im Freien Sticken viel eher der "Unter"-Flächengestaltung, denn diese bildet die Basis für wirkungsvolle Stickereien.

Zeichnen, Kalligraphie, Buchbinden - zur Gestaltung von Entwürfen, die in selbstgebundenen Büchern und handgemachten Schachteln gesammelt werden, wie es in England Brauch ist (ein Unterkapitel dazu ist in Arbeit).

Meine Begeisterung für England und seine Textilkunst ist mit den Jahren immer noch weiter gewachsen. Nachdem ich im Juni 2011 mein City and Guilds-Zertifikats in Design and Embroidery erhalten habe, mache ich nun im Anschluss daran bei der gleichen Tutorin, Janet Edmonds mein Diploma. Dort, in Missenden Abbey lerne ich herrliche Dinge kennen, vor allem das Entwerfen eigener Designs, und ich habe begriffen:

Design ist lernbar! Es ist nicht den Begabten vorbehalten, sondern den Geduldigen! Der Weg dorthin ist nicht schwer, nur lang.

Lange Schritte ...

Mein Weg zum Design. Er ist vergleichbar mit einem Spaziergang am Fluss entlang, nicht mit einer Bergbesteigung. Abkürzungen gibt es nicht. Im Gegenteil, der Weg windet sich durch weites Tal. Wenn man es nicht eilig hat, nirgendwo ankommen muss, ist es ein Genuss, ihn zu gehen. Noch einmal die gute Nachricht: Design ist lernbar!

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